Ergebnis (resultaat)
Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung: Gewinn (positiv) oder Verlust (negativ) im Geschäftsjahr, nach Aufwendungen und Steuern.
Was bedeutet Ergebnis (resultaat)?
Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung: Gewinn (positiv) oder Verlust (negativ) im Geschäftsjahr, nach Aufwendungen und Steuern.
Das Ergebnis ist das Resultat, nachdem die im Berichtszeitraum erfassten Erträge und Aufwendungen saldiert wurden. Das Ergebnis nach Steuern kann vom Betriebsergebnis oder vom EBITDA abweichen. Gewinn ist nicht automatisch sofort ausschüttbar.
Wie funktioniert das?
Das Ergebnis ist die letzte Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung. Art. 2:377 Abs. 1 BW baut es aus den Erträgen und Aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, den Steuern darauf und den sonstigen Steuern auf, mit dem Ergebnis nach Steuern als Resultat. Genossenschaften sowie Stiftungen und Vereine unter Titel 9 ersetzen sie durch eine Betriebsrechnung mit Betriebssaldo, wenn das dem Einblick dient (Art. 2:361 Abs. 2 BW).
In der Bilanz kehrt derselbe Betrag im Eigenkapital wieder. Solange über die Verwendung nicht entschieden ist, steht er dort als gesonderte Zeile (Art. 2:373 Abs. 1 BW, Buchst. g). Erträge und Aufwendungen außergewöhnlichen Umfangs werden gesondert angegeben (Art. 2:377 Abs. 8 BW), sodass der Leser das gewöhnliche Ergebnis zurückrechnen kann.
Beispiel
Eine BV erzielt im Geschäftsjahr 2026 € 150.000 Nettoumsatz. Die Aufwendungen: Einkauf € 60.000, Löhne € 45.000, Abschreibungen € 8.000 und sonstige Betriebsaufwendungen € 14.000. Betriebsergebnis: 150.000 − 127.000 = € 23.000. Nach € 3.000 Zinsen verbleiben € 20.000 vor Steuern. Der Steueraufwand bei 19 % beträgt € 3.800; das Ergebnis nach Steuern € 16.200. Das Eigenkapital steigt von € 40.000 auf € 56.200. Die Bank nahm im selben Jahr um € 2.000 zu: 16.200 + 8.000 Abschreibung − 18.000 Tilgung − 4.200 zusätzliche Debitoren.
Im Jahresabschluss
Schlusszeile der GuV und danach im Eigenkapital der Bilanz.
Unterschied zum Cashflow
Das Ergebnis misst, was das Geschäftsjahr eingebracht hat, der Cashflow, was auf der Bank zu- oder abgegangen ist. Abschreibungen drücken das Ergebnis ohne Zahlung; Tilgungen und Investitionen kosten Geld, ohne das Ergebnis zu berühren. Im Beispiel stehen € 16.200 Gewinn € 2.000 zusätzlichem Bankguthaben gegenüber.
Häufige Fehler
- Gewinn mit einer Zunahme des Bankguthabens verwechseln
- Dividende als Betriebsaufwand verbuchen
Worauf Sie achten sollten
- Stimmen Sie das Ergebnis mit der Veränderung des Eigenkapitals ab: Endstand minus Anfangsstand, bereinigt um Dividende und Einzahlungen.
- Kleinstunternehmen zeigen eine Gewinn- und Verlustrechnung mit wenigen Zeilen (Art. 2:395a Abs. 5 BW); kleine Unternehmen dürfen beim Rohbetriebsergebnis beginnen (Art. 2:396 Abs. 4 BW). Keines von beiden hinterlegt sie.
- Stellen Sie jeden Posten dem Betrag des Vorjahres gegenüber (Art. 2:363 Abs. 5 BW) und erklären Sie, was sich nicht aus der Umsatzentwicklung ableiten lässt.
- Gewinn ist noch kein ausschüttbarer Betrag: siehe wie viel Dividende darf ich ausschütten.
Rechtsgrundlage und Quellen
Art. 2:377 BW
Häufige Fragen
Ist das Ergebnis dasselbe wie der Gewinn?
Das Ergebnis ist der neutrale Begriff: Es kann ein Gewinn oder ein Verlust sein. In den gesetzlichen Formblättern heißt die Schlusszeile Ergebnis nach Steuern.
Wo steht ein Verlust in der Bilanz?
Als negativer Betrag im Eigenkapital. Er mindert die Rücklagen; sinkt das Eigenkapital unter null, bleibt er als negativer Posten auf der Passivseite stehen.
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