Finanzanlagen (financiële vaste activa)
Dauerhafte finanzielle Beteiligungen wie Beteiligungen, langfristige Forderungen und Wertpapiere, die als Anlage gehalten werden.
Was bedeuten Finanzanlagen?
Dauerhafte finanzielle Beteiligungen wie Beteiligungen, langfristige Forderungen und Wertpapiere, die als Anlage gehalten werden.
Finanzanlagen sind Beteiligungen oder Forderungen, die dauerhaft gehalten werden. Eine Handelsforderung mit kurzer Laufzeit gehört zum Umlaufvermögen. Die Bewertung von Beteiligungen folgt eigenen Regeln und kann eine gesetzliche Rücklage auslösen.
Wie funktioniert es?
Artikel 2:367 BW nennt sechs Posten: Beteiligungen an Konzerngesellschaften, andere Beteiligungen, Forderungen gegen Konzerngesellschaften, Forderungen gegen Gesellschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige Wertpapiere und sonstige Forderungen, wobei Darlehen an Gesellschafter gesondert angegeben werden. Was sie verbindet, ist die Absicht, sie dauerhaft zu halten (Art. 2:364 Abs. 1 BW). Eine Mietkaution beim Vermieter, ein Darlehen an die Tochter mit fünf Jahren Laufzeit und eine Beteiligung von 30 % an einem Lieferanten gehören hierher; ein Sparkonto und eine Handelsforderung nicht.
Die Bewertung unterscheidet sich je Art. Beteiligungen mit maßgeblichem Einfluss stehen zum Nettovermögenswert (Art. 2:389 BW). Darlehen und andere Forderungen stehen zu fortgeführten Anschaffungskosten (RJ 222). Bei einem Wertrückgang dürfen Sie Finanzanlagen immer abwerten, auch wenn der Rückgang nicht dauerhaft ist; bei anderem Anlagevermögen kommt das erst in Betracht, wenn der Rückgang voraussichtlich dauerhaft ist (Art. 2:387 Abs. 3 BW).
Beispiel
Eine Holding-BV (niederländische GmbH) hat Ende 2025: eine Beteiligung von 100 % an ihrer Betriebsgesellschaft mit einem Nettovermögenswert von € 420.000; ein Darlehen an diese Betriebsgesellschaft von € 150.000, mit € 30.000 Tilgung pro Jahr; eine Mietkaution von € 9.000; und ein Darlehen von € 50.000 an einen befreundeten Unternehmer, der seit dem Sommer nicht mehr tilgt und voraussichtlich € 20.000 zurückzahlt. Sie wertet dieses letzte Darlehen um € 30.000 ab. Finanzanlagen: 420.000 + 150.000 + 9.000 + 20.000 = € 599.000.
Im Jahresabschluss
Bilanz unter Anlagevermögen; Anhang zu Laufzeit und nahestehenden Parteien, soweit erforderlich.
Unterschied zu Wertpapieren im Umlaufvermögen
Dieselbe Aktie kann an zwei Stellen stehen. Hält das Unternehmen sie, um dauerhaft mit ihr verbunden zu sein, oder als langfristige Anlage, ist sie eine Finanzanlage. Legt es damit vorübergehend überschüssige Liquidität an und kann es sie jederzeit verkaufen, gehört sie zu den Wertpapieren im Umlaufvermögen (Art. 2:364 Abs. 3 BW). Die Wahl wirkt sich auf die Current Ratio aus: Nur Wertpapiere des Umlaufvermögens zählen dort mit.
Häufige Fehler
- Eine kurze Handelsforderung als langfristige Investition ausweisen
- Wertminderung nicht beurteilen
Worauf Sie achten sollten
- Fordern Sie je Darlehen den Vertrag und den Tilgungsplan an; ein Darlehen ohne Vertrag oder Tilgung ist ein Signal für eine Abwertung.
- Darlehen und Vorschüsse an Gesellschafter geben Sie gesondert an (Art. 2:367 Buchst. f BW).
- Mittelgroße und große juristische Personen geben eine Entwicklungsübersicht je Posten an (Art. 2:368 Abs. 1 BW). Eine kleine juristische Person zeigt die Finanzanlagen als einen Betrag und eine Kleinstgesellschaft nur die Summe aller Anlagen.
Gesetzliche Grundlage und Quelle
Art. 2:367 BW
Häufige Fragen
Gehört ein Darlehen an die eigene Tochter zu den Finanzanlagen?
Ja, wenn es länger als ein Jahr ausstehen soll. Es steht dann unter Forderungen gegen Konzerngesellschaften. Ein Kontokorrent, das täglich schwankt und sofort fällig ist, steht im Umlaufvermögen.
Ist ein Sparkonto eine Finanzanlage?
Nein. Guthaben auf Bank- und Sparkonten sind liquide Mittel (Artikel 2:372 Abs. 1 BW). Steht ein Guthaben nicht zur freien Verfügung, etwa auf einem gesperrten Konto, geben Sie das an (Abs. 2).
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